PsyCare

„PsyCare“ bezeichnet die Begleitung von Menschen in akuten emotionalen oder psychischen Ausnahmezuständen oder Krisensituationen im Party-Setting. Dies steht häufig, aber nicht immer, im Zusammenhang mit Substanzkonsum.
Andere wichtige Auslöse- und Einflussfaktoren sind dabei häufig Schlafmangel, Reizüberflutung, Menschenmassen, (sexuelle, körperliche) Gewalt, Kälte, Nässe, schlechte Sichtverhältnisse usw.“ – https://sonics-netzwerk.net/psycare/

So kann es Besuchenden in Partysettings und auf Festivals helfen, wenn die Veranstaltenden einen Rückzugraum mit geschulten Menschen zur Verfügung stellen. Dieser kann Menschen helfen in psychischen Ausnahmesituationen zu helfen, bei grundlegenden Bedürfnissen unterstützen, Informationen bereitstellen und eine*n Gesprächspartner*in bieten. 
Ein PsyCare-Bereich ersetzt weder Sanitäter*innen noch Awareness (siehe weitere Informationen), sollte aber eng mit diesen Zusammenarbeiten und sich als Teil des Sicherheitskonzeptes verstehen.

In der Unterscheidung zu Awareness ist hier klar zu benennen, dass es sich ergänzende Arbeitsbereiche sein können, sich die PsyCare aber auf die Unterstützung des seelischen und körperlichen Wohls konzentriert und gegebenenfalls sogenannte „bad trips“ begleitet. Awareness hingegen legt den Fokus auf diskriminierungssensibles und gewaltpräventives Arbeiten. Dass es Situationen gibt in dem sich beide Arbeitsbereiche überschneiden, ist im Nachtleben und auf Festivals keine Seltenheit. Es sollte jedoch immer klar geschaut werden, welche Expertise vorhanden ist und was an Hilfe geleistet werden kann.